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Motorradtaugliche Halterungen für GPS-Empfänger, Teil II

Auch andere Motorradfahrer haben sich Gedanken zu eigenen Halterkonstruktionen gemacht. Ralph Heydenbluth fehlte eine gute Anbringungsmöglichkeit im Armaturenbrett- bzw. Lenkerbereich; er ist kurzerhand auf die Tourenscheibe seiner K ausgewichen, an die sein Halter "angebunden" werden kann:

Die Aufnahme für seinen Garmin GPS-72 hat er sich aus formbarem Plastikmaterial gebogen:

Das wohl beste thermoplastische PVC ist "Trovidur", welches aber nicht leicht zu bekommen ist. Es geht aber auch mit einem PVC-Rest aus dem Baumarkt, 2 mm stark, der mit der Laubsäge ganz leicht zuzuschneiden und mit der Heißluftpistole (kleine Stufe) zu erwärmen ist. Das warme PVC hat die Konsistenz einer Bananenschale und kann um das GPS (oder ein entsprechend großes Holz) modelliert werden. Das PVC-Teil bleibt nach Erkalten in der gewünschten Form, aber elastisch. Enge Radien sind möglich.

Ein erster Versuch mit Plexiglas sah zwar besser aus, ging aber nach 2000 km wegen Sprödheit zu Bruch.

Befestigung: Verkleidungsscheibe hinter Spoiler durchbohrt (von vorne unsichtbar) und die Halterung mit einer 6 mm Schaube befestigt. Antenne ragt in den Fahrtwind, hat bestmöglichen Empfang und stört zumindest bis 170 km/h nicht. Die "Handschlaufe" des GPS wird um Spoiler gelegt, nur zur Sicherheit und gegen den schnellen Klau "en passant". Das Gerät sitzt fest und vibriert nicht wesentlich. Ein Brechen oder Reissen der Halterung ist bei diesem PVC nicht zu erwarten, das GPS wird durch Reibung und Gewicht in seiner Halterung fixiert.

Einziger Nachteil: Die Ganganzeige liegt nicht mehr unmittelbar im Blickfeld.

  • Materialkosten: 2,25 Euro
  • Zeitaufwand: 30-40 Minuten



Von Andreas J. aus München stammt eine weitere Alternative, die vielleicht auch für Geocacher und Fahrradfahrer interessant sein könnte, denn sie dürfte deutlich die Stöße und Vibrationen reduzieren, die der GPS-Empfänger beim Fahren ansonsten abkriegt:

Andreas hat diese Halterung aus einem Neopren-Brillenetui gefertigt, das einen umlaufenden Reißverschluss hat, indem er einfach eine entsprechende Aussparung herausgeschnitten hat. Die im gezeigten Bild noch weißen Unterhosengummis hat er aus Designgründen mittlerweile gegen schwarze ausgewechselt. Zeitaufwand: 30 min; Kosten: Etui aus dem Plus-Lebenmittel-Laden für 2 EUR. Einziger Haken: Der Blickwinkel ist nicht immer optimal.