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Tourplanung auf Top50-Karten

Das Rasterkartensystem Top50 (bzw. Top25 usw.) der Landesvermessungsämter gestattet keine automatische Tourenplanung, da die Kartendaten ja nur als "Pixelhaufen" vorliegen. Es ist aber möglich, Linienzüge und Benennungen in diese Karten hinein zu malen und diese dann als Datensatz zu exportieren. GPS-Route arbeitet auf diesen als ASCII-Overlays zu speichernden Daten und setzt die dort hinterlegten Informationen in Routen um. Hierbei werden nach einer einfachen Systematik Texte, die in unmittelbare Nähe von Knickpunkten eines Tourenverlaufs positioniert worden sind, als Routenpunktbenennungen aufbereitet.

Im Folgenden ist diese Prozedur exemplarisch für eine Planung mit dem Top50-System beschrieben, dessen ASCII-Overlayexport von GPS-Route in entsprechende (Mehrfach-)Routen umgesetzt werden kann.

Wahl der Vergrößerungsstufe.

Zunächst geht man in die Vergrößerungsstufe, in der man die Planung der Tour tatsächlich durchführen will. Einen Wechsel des Zooms scheint der Top50-Viewer nicht zu mögen. Zumindest lässt er einen einen begonnenen Linienzug nicht fortsetzen und scheint auch die bisherigen Stützstellen eines nicht abgeschlossenen wieder zu vergessen.

Abbildung 4: Auswahl der Linienzeichnungsfunktion im Top50 Viewer (links) und Festlegung des Tourverlaufs mit den später im GPS-Empfänger darzustellenden Routenpunkten (rechts), die zunächst nur als Knickpunkte des Linienzugs in Erscheinung treten.
Linien.eps

Festlegung des Tourverlaufs.

Als nächstes wähle man die Linienzeichnungs-Funktion aus dem Menü des Viewers aus (Abb. 4 links) und wähle eine genehme Liniendicke und -farbe . Mit dieser zeichnet man den gewünschten Tourverlauf in die Karte ein, wobei an jedem später im GPS-Empfänger darzustellenden Zwischenpunkt ein Stützpunkt der Linie gesetzt werden sollte (Abb. 4 rechts). Es ist hierbei nicht schlimm, wenn man sich dabei einmal vertut: Überzählige Stützpunkte können nachträglich wieder gelöscht, unterzählige können auch nachträglich in einen Linienzug eingebaut werden. Es können anscheinend (fast) beliebig viele Punkte in einen Linienverlauf eingebaut werden -- zumindest habe ich nach ca. 130 die Lust am Weitermachen verloren.

Während der Festlegung des Tourverlaufs können auch die Ausschnitts-Schieberegler des Kartenfensters betätigt werden, ohne aus dem Linienzugmodus heraus zu geraten. Sobald die Maus wieder im Kartenfenster ankommt, kann nach einer Kartenverschiebung weiter geplant werden. Es können aber auch mehrere Linienzüge gesetzt werden. Diese werden aus dem späteren Overlay-Export als eine Gesamtplanung in eine einzige (Mehrfach-)Route für den GPS-Empfänger umgesetzt. Die Reihenfolge entspricht hierbei der Reihenfolge des Auftretens in der Exportdatei.

In diesem Zustand der einfachen Liniendefinition könnte der Linienzug bereits exportiert und per GPS-Route für einen Empfänger aufbereitet werden, jedoch sind in diesem Falle alle Routenpunkte stereotyp mit "W" (bzw. ergänzt um einen jeweiligen, automatisch verteilten Eindeutigkeitsschwanz, der zu Wegpunktnamen der Form "W-bq" führt) markiert. Besser ist es, wenn zumindest einige der gesetzten Punkte durch Beschriftungen herausgehoben werden, die z.B. die einzuschlagende Richtung angeben. Hierzu steht im Top50 die Möglichkeit zur Textplatzierung in der Karte zur Verfügung.

Abbildung 5: Auswahl der Texteigenschaften (links) und Platzierung der Routenpunktnamen (rechts), die später von GPS-Route den jeweiligen Knickpunkten des Linienzugs zugeordnet werden.
Textplatz.eps

Benennung der Routenpunkte.

Die Platzierung eines Textes als weiteres Grafikelement in der Karte hat von Top50-Seite gesehen nichts mit der zuvor erfolgten Linienziehung zu tun. Die Verbindung zwischen diesen wird erst in der späteren GPS-Route-Aufbereitung hergestellt. Hierzu sollten die Routenpunktnamen an den jeweils gleichen Stellen platziert werden, an denen zuvor schon die entsprechenden Linienzug-Stützpunkte gesetzt worden sind. Am einfachsten ist es, wenn gleich zu benennende Punkte nacheinander angefahren werden. So wurden im Beispiel zunächst die beiden Rechtsabbiegepunkte betitelt.

Grundsätzlich ist die Länge der Wegpunktnamen freigestellt, wird jedoch später bei der Aufbereitung von GPS-Route auf Längen reduziert, die der Empfänger verdauen kann. Die Standardeinstellung wurde hier zu 8 Zeichen (passend etwa zu Magellan Meridian) gewählt, doch vertragen einige (insbesondere ältere) Empfänger nur 6. Die Änderung der Standardeinstellung erfolgt mit dem Aufrufparameter

-n <Zahl>.

Bei der Benennung der Punkte ist darauf zu achten, dass der zu beschickende GPS-Empfänger die gewählten Zeichen auch darstellen kann. Zuwiderhandlungen werden bisweilen mit sehr merkwürdigem Verhalten des Empfängers bestraft!

Die nachfolgende Abbildung zeigt eine fertig geplante Beispieltour:

Abbildung 6: Fertig geplante und mit Routenpunktnamen versehene Tour.
benamsteTour.eps

Export der geplanten Tour zur Umsetzung ins GPS.

Eine auf die beschriebene Art geplante Tour muss zur Weiterverarbeitung als "ASCII-Overlay-Export" gespeichert werden. Bei der Wahl dieses Formats erscheint im Top50-Viewer ein Warnhinweis, dass nicht sämtliche Eigenschaften des Overlays exportiert werden könnten, doch ist dies für die Aufbereitung per GPS-Route uninteressant.

Aufbereitung per GPS-Route.

Die Bezeichnungen der beiden relativ zum jeweils zuzuordnenden Routenpunkt mit "Schotter..." benannten Punkte werden in einem Empfänger mit erlaubten Namenslängen von 8 Zeichen/Wegpunkt in "Schotter" und "Schot-xy" umgesetzt, um Namensgleichheit systematisch auszuschließen.

Bei zumindest einigen Garmin-Geräten besteht die Möglichkeit, sich in der Kartendarstellung statt des Wegpunktnamens den Wegpunktekommentar anzeigen zu lassen. Hiervon macht auch die Top50-Aufbereitung Gebrauch, so dass auf solchen Geräten die kompletten vergebenen Namen "Schotterpiste" und "Schotter" angezeigt werden, sofern der GPS Trackmaker als Hochladeprogramm genutzt wird. (Die Anpassung der Exportdaten für die anderen Hochladeprogramme ist in Vorbereitung.)

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P. Roosen 2004-07-10